TOUSSINI macht Lehrer fit für ein neues Unterrichtskonzept

Zirkuspädagogische Weiterbildungen

   

Weiterbildung Zirkuspädagogik mit Zirkuskreis beim Schulprojekt

 

Zirzensische Bewegungskünste im Fachlehrplan Sport.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Es geht hier nicht allein darum, Wege für einen lustvollen Sportunterricht aufzuzeigen, bei dem jede und jeder, ob klein oder groß, ob dick oder dünn, mitmachen kann. Es geht um viel mehr: um Gesundheitserziehung im weitesten Sinn, wobei nicht nur Haltungsschäden durch Aktivierung der äußeren (muskulären) Aufrichtung entgegengewirkt wird, sondern ebenso die innere (seelische) Aufrichtung, der innere Halt gefördert, Willensstärke und Selbstbewusstsein aufgebaut und soziale Tugenden der Fairness, Hilfsbereitschaft und Kooperation erlernt werden.

 

Warum Zirkus?

In den letzten Jahren erfreuen sich zirzensische Körper- und Bewegungskünste wie Akrobatik, Jonglieren und Einradfahren als Freizeitaktivität zunehmender Beliebtheit. Was aber haben diese gauklerischen Bewegungskünste im schulischen Sportunterricht zu suchen? Handelt es sich dabei mal wieder um eine der verrückten alternativen Neuerungen? Dass dem nicht so ist, beweist ein Blick in die Literatur.

 

Akrobatik, Jonglieren und Einradfahren erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Bereits in den 20er und 30er Jahren entwickelten die Österreichischen Leibeserzieher Carl Gaulhofer und Margarete Streicher ihr „natürliches Turnen“ (Titel ihres Buches, Wien 1930), wozu auch die „gauklerischen Bewegungskünste“ gehörten. Sie waren eine Antwort auf die Systemmenge der überlieferten Turntechnik der damaligen Zeit. Ihr eigentliches Ziel war es, der „Turnmüdigkeit“ vieler Schülerinnen und Schüler durch interessantere Aufgabenstellungen und Aktivitäten wirkungsvoll zu begegnen.

 

Der „Turnmüdigkeit“ wird begegnet. 

Wir erleben heute eine ähnliche Situation. Unser vielfach überreglementierter Schulsport mit seinen rigiden und zum Teil traditionell erstarrten Formen schreckt so manchen Jugendlichen eher ab, als dass er Sportbegeisterung auslöst. Wie viele unter uns Erwachsenen erinnern sich mit unguten Gefühlen an ihre häufig negativen Erfahrungen und zum Teil recht schmerzhaften Begegnungen mit den starren Turngeräten beim traditionellen leibeserzieherischen Unterricht der damaligen Zeit. Und auch heute noch finden wir in den Turnhallen die gleichen monofunktionalen und wenig kindgemäßen Turnvater-Jahn-Geräte wie Reck, Barren, Pauschenpferd, Bock und Turnkasten, die wenig motivierend auf unsere Kinder wirken.

 

Platz für Ästhetik, Kreativität und Improvisation.

Während der letzten 10 Jahre wurde immer häufiger eine erneuernde Belebung der Bewegungs- und Spielkultur in den deutschen Schulen gefordert. Hier sind Lehrplanrevisionen unumgänglich. Sie sollen ermöglichen, dass der Schulsport wieder Spaß macht, dass darin Ästhetik, Kreativität und Improvisation den ihnen gebührenden Platz erhalten. Offene Unterrichtssituationen in Form einer Sport- und Spielwerkstatt mit thematisierten Schwerpunkten aus dem Bereich der Bewegungskünste sind dabei am ehesten geeignet, Begeisterung bei den Kindern und Jugendlichen auszulösen.

 

Bewegungskünste in Schule, Verein, Freizeit!

Bewegungskünste sind nicht nur etwas für Artisten, Akrobaten und Künstler, die im Zirkus oder auf der Bühne aufwachsen! Akrobatische Kunststücke müssen ja nicht immer schwierig sein und man muss nicht gleichzeitig mit acht Bällen jonglieren können oder gar mit brennenden Fackeln! Bewegungskünste können als neuer Sportbereich am Beispiel Bayerns im Rahmen des differenzierten Sportunterrichts und als möglicher Sportbereich im Kooperationsmodel Schule und Verein beobachtet werden.

Bei Projekttagen ist das Thema Zirkus jedenfalls der Renner und man merkt, welche Talente in den Schulen schlummern. Viele Schüler begeistern sich und üben auch in der Freizeit – freiwillig!

 

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